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Tango

Der Tango ist ein Gesellschafts- und Turniertanz im 2/4-Takt oder auch 4/4 Takt  und wird mit einem Tempo von 31 - 33 Takten püro Minute getanzt. Er ist einer der fünf Standardtänze, Bestandteil des Welt-Tanzprogramms und weltweit verbreitet.

Der ursprüngliche Tango kommt aus Argentinien und Uruguay und kam um 1910 nach Europa. Reisende der oberen gesellschaftlichen Klassen brachten von ihren Reisen nach Buenos Aires in Argentinien den Tango Argentino nach Paris. Die dortige konservative Oberschicht empfand den Tanz als „wild“ und „anstößig“ und wollte eine weitere Verbreitung verhindern. Britische Choreografen nahmen sich schließlich des Tango Argentino an und passten ihn stilistisch den gesellschaftlich akzeptierten Standardtänzen an. Das Ergebnis war der Internationale Tango, der seitdem keine wesentlichen Veränderungen mehr erfahren hat. Zwischen 1910 und 1916 trugen Vernon und Irene Castle mit ihrer Tanzschule in New York City maßgeblich zur Entwicklung und Verbreitung des Internationalen Tango bei. Bis1960 wurde der Tango zu den Lateinamerikanischen Tänzen gerechnet, 1963 wurde er als Standardtanz in das Welt-Tanzprogramm aufgenommen.

Der Tango ist geprägt vom Wechsel zwischen Aktion und Pause. Die "ruckartigen Aktionen" (von knappen und schnellen Kopfbewegungen begleitete Schritte) werden im Knie weich abgefangen, was dem Tango das Doppelgesicht verhaltener Leidenschaftlichkeit gibt. Die gehaltenen Pausen verhindern Körperschwung und damit verbundene Hebungen und Neigungen. Die Haltung ist im Tango als Schreittanz eine andere als in den vier anderen Standardtänzen, den Schwungtänzen. Der Herr führt die Dame in erster Linie mit seinem Körper, d.h. mit dem rechten Teil des Brustkorbs und dem Becken bis hinunter zum Knie. Die Arme dienen dazu, der Dame einen Rahmen zu geben, in dem sie sich bewegen kann. Da häufig von einer geschlossen Haltung in eine Promenadenposition gewechselt wird, steht die Dame weiter links im Arm des Herrn. Diese Haltung ermöglicht ein leichtes Wechseln in eine Promenadenposition. Führungsimpulse werden zusätzlich auch mit den Knien durchgeführt. Im Gegensatz zu den anderen Standardtänzen ist der Tango kein Schwung-, sondern ein Schreittanz. Es findet also kein Heben und Senken statt. Der Körper verweilt in einer Höhe und wird eben über das Parkett transportiert.

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