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Hunor Sebesi – Jaroslava Huber im Gespräch

In zwei Wochen steht die Heim Weltmeisterschaft am Programm. Als amtierende Vizestaatsmeister werdet ihr Österreich vor heimischen Publikum vertreten.

Wie geht es euch so kurz davor?
Danke, es geht uns sehr gut. Wir bereiten uns intensiv auf die WM vor und können es kaum erwarten, vor dem Heimpublikum zu tanzen.

Was bedeutet eine Heim-Weltmeisterschaft für euch?
Es vereinfacht natürlich vieles, wie z. B. die Anreise und die Tatsache, dass viele Menschen aus unserem engen Kreis dabei sein können und uns live anfeuern können. Das gibt uns eine extra Portion an Kraft.

Wie sieht es mit der Konkurrenz aus? Beobachtet ihr, was die anderen machen?
Wir sehen andere für die WM qualifizierten Paare manchmal auf Trainingslagern, und wenn wir sehen, dass sie besser werden, motiviert uns das immer noch mehr. Aber wir können nur unser eigenes Tanzen beeinflussen und daran arbeiten, und unser Fokus ist ausschließlich auf unsere eigene Entwicklung gerichtet.

Wie oft trainiert ihr in der Woche? Wie sieht euer Trainingsalltag aus?  Gibt es andere Sportarten, die ihr ausübt? Ergänzend, als Ausgleich?
Unser Training ist unser Alltag. Wir trainieren täglich, oft mehrmals täglich. Cardiotraining und Muskeltraining, vor allem mit Terrabändern und Eigengewicht, ist sehr hilfreich. Außerdem ist es wichtig, viel zu Dehnen und muskuläre Schwachstellen zu stärken. Wir gehen lieber Schwimmen als Laufen. In einer intensiven Vorbereitungsphase auf einen Höhepunkt wie jetzt machen wir keinen Ablenkungssport. Die meiste Zeit verbringen wir, vor allem in dieser Phase, mit gezieltem Durchtanztraining.

Bei vielen Sportarten wie Formel 1, Skisport etc. ist man auch auf Material/ Technik angewiesen- in wie fern haben Schuhe, Outfit,… Einfluss auf das Tanzen? Das Turnieroutfit muss makellos sein und die Vorteile eines Tanzsportlers hervorheben. Ein undurchdachtes, unpassendes Outfit kann das Gesamtbild des Paars zerstören. Qualitativ hochwertige, stabile und gleichzeitig flexible Tanzschuhe sind für die Gesundheit der Füße und die optimale Performance auf der Tanzfläche von höchster Priorität. Außerdem möchten wir die Wichtigkeit von guter, authentischer lateinamerikanischer Musik am Turnier hervorheben, auch wenn Tanzsportler diesen Aspekt leider nicht beeinflussen können. Die Musik, die bei den Austrian Open jährlich gespielt wird, ist wunderbar, da sie den notwendigen rhythmischen, authentischen Charakter hat. Da ist es leicht für uns, noch mehr Gas zu geben!

Bereitet ihr euch auch mental auf die WM vor?
Natürlich, die physische und die mentale Vorbereitung gehen Hand in Hand. Es sind 90% physische Vorbereitung, 10% mentale, aber am Ende entscheiden die 10% über die 90%.

Warum habt ihr euch für Lateintanz entschieden?
Es ist essenziell, dass Kinder 10 Tänze ausüben, sowohl Latein als auch Standard. Das ist enorm wichtig für ihre tänzerische und persönliche Entwicklung.
Früher oder später kann sich eine Präferenz für eine Disziplin entwickeln und so wie in unserem Fall, ist es die bessere Entscheidung, die gesamte Energie auf nur eine Disziplin zu fokussieren.

Was zeichnet einen guten Lateintänzer für euch aus?
Das Gleiche, was jeden guten Tänzer auszeichnet. Professionalität, Disziplin, Mut, Hingabe, Aufmerksamkeit zum Detail, Respekt vor der Arbeit und Ehrlichkeit, zu sich selbst und zum Publikum.

Wie lautet euer Ziel für diese WM?
Wir sind überzeugt, dass wir ein sehr gutes Ergebnis erzielen können, wenn wir unsere beste Performance zeigen. Bisher waren wir bei WMs und EMs stabil um den 30. Platz, letztens bei der EM in Cambrils 28. Unser nächstes logisches Ziel ist die Runde der 24.

Wie geht es nach der WM weiter? Was sind die nächsten Schritte & Ziele?
Schon am nächsten Tag nach den AOC werden wir sofort weiter mit unserem Coach arbeiten und unsere Performance analysieren. Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Es stehen noch einige Weltranglistenturniere in 2017 an, und Anfang Jänner beginnt die Saisonvorbereitung wie immer mit dem Nationalkadertraining, worauf wir uns schon freuen. Es ist immer ein gelungener Einstieg in das neue Jahr. Das nächste Highlight nach der WM ist die Staatsmeisterschaft im April 2018.

Was waren eure bisher größten Erfolge?
Für uns persönlich ist unser größter Erfolg, dass wir es schaffen, unser tänzerisches Level konstant zu halten und gleichmäßig, stetig zu verbessern. Wir glauben weder an den schnellen Erfolg noch an sogenannte „moments of fame“. Besser langsamer, dafür weiter!

 

VETCHY Christoph, CV / 08.11.2017
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