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2. Gendertagung 2018

Die Beauftragte für Gender Mainstream und Diversity Management des ÖTSV, Irene Hanke, berichtet.

Gender and Diversity
2. Gendertagung am 16.11.18

Die 2. Gendertagung wurde vom Verein 100%Sport, als österreichisches Kompetenzzentrum für Chancengleichheit im Sport, einberufen.

Als Beauftragte für Gender Mainstream und Diversity des ÖTSV bekam ich eine Einladung und besuchte die Veranstaltung.

Der Verein 100%Sport wurde vom Sportministerium eingerichtet, um Gender Mainstream im österreichischen Sport umzusetzen.

Seit 2007 gibt es Genderbeauftragte. Die Idee der Installierung war die Gleichstellung der Frau (zu Beginn gab es Frauenbeauftragte)

Von der EU dringend empfohlen, hat die BSO (Bundessportorganisation) dieses Thema aufgegriffen und den Sportverbänden (Dach- und Fachverbänden) empfohlen, Genderbeauftragte zu installieren, um sich diesem Themengebiet zu widmen.

Die Aufgabenbereiche umfassen:

- Förderung der Geschlechter-Gleichstellung in allen sportlichen Belangen

- Maßnahmen zur Sensibilisierung zum Thema sexuelle Diskriminierung im Sport

- Prävention sexualisierter Gewalt im Sport

 

Es waren Vertreter und Vertreterinnen von 22 Sportverbänden aus ganz Österreich zur 2. Gendertagung von 100%Sport angereist.

Nach einer kurzen Vorstellung des Vereins 100%Sport, gab es einen Vortrag zum Thema: Umgang mit Gegenwind

Danach wurde in einem Workshop ein gemeinsames Statement erarbeitet.

In Gruppenarbeiten wurden zu verschiedenen Themen Formulierungen, Wünsche und Erfolgskriterien ausgearbeitet:

Aufgabenbereich Genderbeauftragte:

Interner Bereich

Externer Bereich

 

Für mich als Gender- und Diversity Beauftragte des ÖTSV ist vollkommen klar, dass der Kampf gegen sexualisierte Gewalt an erster Stelle steht.

Trainerinnen und Trainer müssen für dieses Thema sensibilisiert werden. Denn nicht nur die körperliche sexuelle Gewalt ist strikt abzulehnen, auch die verbale sexualisierte Gewalt!

An zweiter Stelle geht es mir um die Sichtbarmachung der Damen im Tanzsport.

Es gibt sehr, sehr wenige Damen, über die man mit Respekt und Bewunderung und auch noch lange nach ihrer aktiven Karriere spricht. Dafür aber sehr viele Herren, deren Namen in jedermanns und jederfrau Munde sind.
Das wäre mein Anliegen, dass die Unterrichtenden in diesem Punkt ihren Horizont erweitern.

An dritter Stelle sollten die Aufgaben in der Funktionärsebene gleich verteilt sein. Dazu ist es aber auch mein Aufgabenbereich, den Sportlerinnen die Möglichkeit und Notwendigkeit dieser ihrer Tätigkeiten zu vermitteln.

In westlichen Ländern wird die Frage der Gleichberechtigung (Gender Equality) und der Schutz von Frauen stets unterstrichen und es gibt sehr viele prominente MitstreiterInnen, die schon sehr viel möglich gemacht haben.

Gleichstellung als Ausdruck sozialer Gerechtigkeit.

Nichtsdestotrotz ist nach einer Studie und nach meinen eigenen Erfahrungen noch immer ein gewisses traditionelles Rollendenken, nicht nur bei Erwachsenen, sondern wieder vermehrt bei Kindern zu finden.


In meinem Beruf als Lehrerin versuche ich für die Mädchen die gleichen Aufgaben und Rollen zu vergeben als auch für Buben. Auch das Vorleben als Vorbildfunktion ist wichtig.

Im Tanzsport habe ich vor Jahren die Workshopserie „Ladies Only“ gemeinsam mit Elisabeth Andexlinger (meine ehemalige Schülerin im Tanzsport) ins Leben gerufen. Die Damen sollten die Wichtigkeit und daher die Verantwortung ihres Parts in der Partnerschaft erkennen, schätzen und daran arbeiten, als gleichberechtigtes Mitglied des Teams.

Erfreulicherweise sind einige, wenn auch nur wenige TrainerInnen auf diesen Zug aufgesprungen und widmen den Damen die nötige und verdiente Aufmerksamkeit.

THALLINGER Gerald, GT / 27.11.2018
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