Youtube: ÖTSV Instagram: ÖTSV Twitter: ÖTSV Facebook: ÖTSV Seite drucken

50 Jahre ÖTSV - der Wiener Walzer im Laufe der Geschichte

 

Der Wiener Walzer – Ein Tanz, der für Diskussionen sorgte

Wie gegensätzlich oft die Meinungen über die Choreografie und die Technik des Wiener Walzers waren, soll diesmal gezeigt werden. Die Diskussionen waren aus heutiger Sicht manchmal recht kurios. Sie reichen aber fast bis in die Gegenwart.

Zeitzeuge Kurt Weisz berichtet, dass bei der Staatsmeisterschaft 1957 im Wiener Konzerthaus der Wiener Walzer mit 70 (!) Takten/Minute gespielt wurde. In Österreich war dieses Tempo damals üblich. Weisz: „Damit brachten wir die internationale Fachwelt zur Verzweiflung.“

Übrigens: Die Staatsmeisterschaft 1957 gewannen, wie schon das Jahr zuvor, Gerhard & Minnerl Sandner (Linz).

In der Zeitschrift „Tanzillustrierte“, Nr. 62, Dezember 1957, bezeichnet der ungenannte deutsche Berichterstatter (wahrscheinlich ist es Paul Krebs, Nürnberg) den Contra Check als Übergang vom Linksfleckerl in das Rechtsfleckerl als „hässliche Mode“(LESEN)

In der Zeitschrift „Parkett“, Nr. 3, März 1967, S. 21, bricht dann Fritz Beck (Wien) eine Diskussion über die Choreografie des Fleckerls im Wiener Walzer vom Zaun. Er verdammt beim Fleckerl das „Hintergreifen des linken oder des rechten Beins“, dies sei „überhaupt nicht tanzbar“. (LESEN)

Es folgen etliche Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften über die Technik des Wiener Walzers.

Einige Autoren wollen den Tanz ganz aus dem Turnierprogramm streichen.

Dr. E.F. Vorauer fordert, dass der Wiener Walzer „baldigst durch weitere Figuren in geschlossener und offener Tanzhaltung bereichert werden sollte“. („Parkett“, Nr. 4, April 1967, S. 11)

Fred von Schlesinger (Linz) beendet dann mit seinem Artikel die Diskussion  („Parkett“, Nr. 6, Juni 1967, S. 12). Er postulierte: Keine zusätzlichen Figuren, da der Wiener Walzer mit „60 Takten in der Minute, bzw. in Österreich bei 66 und oft 70 Takten“ eben ein schneller Tanz sei, der andere Figuren nicht zulässt. Einzig die „Hinge“ als Fleckerl-Übergang und den Übergang von rechts nach links über Rückwärts akzeptiert er. Weiters stellt er fest, dass an der bestehenden Choreografie des Fleckerls von Paul Krebs und Karl von Mirkowitsch nichts auszusetzen sei. (LESEN)

Im Jänner 2002 veröffentlicht dann der Internationale Tanzsport-Verband, IDSF, eine Press Release und teilt mit, dass das Präsidium dieses Verbands folgende zusätzliche Figuren im Wiener Walzer empfiehlt: Spin und Natural Pivot, Reverse Pivot, Contra Check, Left Whisk. (LESEN)

BIBA Johannes, BJ / 12.08.2008
News: ÖTSV allgemein
World DanceSport Federation
Dance Sport Europe
Bundes-Sportorganisation
Bundes-Sport GmbH

News aus dem Tanzsport:

Klubs in deiner Nähe:

Bundesland: