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Expert*innen Tagung Sport Austria / Kulturwandel im Sport-Mehrwert durch Geschlechtervielfalt

Sport Austria  hat zu dieser Expert*innen Tagung über Frauen im Sport in das Courtyard Vienna Prater eingeladen.

Den Beginn machte der Sport Austria Präsident LH a.D. Hans Niessl, der betonte, wie wichtig es ist, Frauen im Sport für Führungsrollen und Verantwortungsrollen zu gewinnen. Sport ist noch immer stark in Männerhand. Es ist notwendig, passende Rahmenbedingungen und Spielregeln zu formulieren, um Frauen für die Tätigkeit im Verein, im Verband zu interessieren.
 

Die zweite Rednerin war BM a.D. Maria Rauch-Kallat, MBA, Vorsitzende des Sport Austria-Beirats „Frauen im Sport“, Präsidentin des Österreichischen Paralympischen Committees.
Sie betonte, dass eine Geschlechtervielfalt im Funktionärswesen und Führungsetage eine offenere Sichtweise und daher auch eine Vielfältigkeit entsteht und Lösungsmöglichkeiten erweitert werden.

Im Anschluss daran sprach Barbara Buzanich-Pöltl, Programmleiterin Gender Equality Lab, Beratergruppe Neuwaldegg, dass wir ALLE Frauen unterbewusst diskriminieren, weil wir es sozial so gelernt haben. Durch verzerrte Wahrnehmung, Vorurteile bewerten wir zum Beispiel Männer besser als Frauen, auch wenn 100% gleiche Voraussetzungen vorhanden sind. Mit Klischees, die Frauen für „weiche“ Themen für gut geeignet halten und Männer bei den „harten“ Themen ranlassen, gilt es, entgegen zu wirken. Die Gleichstellung von Frauen und Männern muss von beiden Geschlechtern angestrebt werden, es geht nur gemeinsam.

Danach hielt Mag. Gerd Bischofter von dem gemeinnützigen Verein „HeForShe“ ein Referat über die Arbeit in dieser Solidaritätsbewegung. „HeForShe“ wurde 2014 von „UN Women“ ins Leben gerufen, und zielt auf die Beseitigung von Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes und die gesellschaftliche Gleichstellung der Geschlechter ab. Die Botschaft ist einfach: Die Gleichstellung der Geschlechter ist keine Frauensache, sondern ein Menschenrecht und betrifft uns alle: Mädchen, Frauen, Buben und Männer. Daher müssen wir alle gemeinsam an diesem Ziel arbeiten.
Seit 2016 setzt sich dieser unpolitische und ehrenamtlich organisierte Verein dafür ein, die „HeForShe“ Kampagne auch in Österreich institutionell zu verankern.
Viel zu oft wird der Kampf für Gleichstellung als Kampf der Frauen gegen Männer missverstanden. Es muss ein Miteinander sein um gemeinsam echte Veränderung bewirken zu können.

Der nächste Programmpinkt holte 5 Funktionär*innen vor den Vorhang, die Erfolgsgeschichten zu diesem Thema in ihren Vereinen bzw. Verbänden berichten konnten.

Der Nachmittag setzte sich zusammen aus Break Out-Sessions (kurze Sitzungen in kleinen Gruppen), in denen Probleme und Lösungsmöglichkeiten zu Themen, die davor bei der Einladung erhoben wurden, diskutiert wurden.

Es war eine sehr spannende Tagung, die gezeigt hat, wie wichtig es für den Sport ist, dass Frauen sich engagieren und auch engagieren dürfen. Frauen brauchen auch Frauenvorbilder. Durchhaltevermögen trotz Rückschläge und weitermachen, sich gegenseitig stärken und Männer als Verbündete finden.

Ganz besonders wichtig waren für mich die Forderungen nach

 

Irene Hanke

THALLINGER Gerald, GT / 09.11.2021
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